Bezirksgericht Bregenz

Bezirksgericht Bregenz
Bezirksgericht Bregenz

Im Rahmen unseres Unterrichts besuchten wir gemeinsam mit unserer Klasse E3b das Bezirksgericht in Bregenz. Dort hatten wir die Möglichkeit, echte Gerichtsverhandlungen mitzuerleben und einen Einblick in das österreichische Rechtssystem zu bekommen. Insgesamt standen fünf verschiedene Fälle auf dem Programm. Einige davon waren sehr interessant und spannend, während andere eher langweilig waren oder nicht abgeschlossen werden konnten.

Beim ersten Fall ging es um einen italienischen Mann, der beschuldigt wurde, einem Mitarbeiter mit einer Pfanne auf den Kopf geschlagen zu haben. Während der Verhandlung wurde über den Vorfall gesprochen und versucht herauszufinden, was tatsächlich passiert war. Der Angeklagte bestritt jedoch, die Tat begangen zu haben.


Beim zweiten Fall saßen wir gemeinsam im Gerichtssaal und hörten der Verhandlung zu. Allerdings fühlte sich das Kind durch die Anwesenheit unserer Schulklasse unwohl und wollte nicht vor so vielen fremden Personen über die Situation sprechen. Deshalb wurden wir gebeten, den Gerichtssaal zu verlassen. Wir konnten die Verhandlung dadurch leider nicht vollständig mitverfolgen und erfuhren auch nicht, wie der Fall ausgegangen ist da der Täter nicht erschien.

Der dritte Fall war im Vergleich eher langweilig. Es ging dabei um eine Kennzeichenabnahme. Der Sachverhalt wurde besprochen, allerdings fehlte ein Polizist, der eine Aussage tätigen sollte. Da dieser nicht zur Verhandlung erschienen war, konnten nicht alle offenen Fragen beantwortet werden. Deshalb wurde der Fall an diesem Tag nicht abgeschlossen.


Beim vierten Fall sollte ein Zeuge erscheinen, der wichtige Informationen zum Vorfall hätte geben können. Allerdings war dieser nicht anwesend, weshalb die Verhandlung nicht wie geplant durchgeführt werden konnte. Es ging darum, dass der Freund des Opfers vor der Haustür erschien nach der Trennung und reden wollte darauf hin kam der Vater raus und meinte es wäre besser, wenn er wieder geht und daraufhin ging der Täter zur Polizei und machte eine Aussage gegen den Vater denn er habe ihn Beleidigt was aber eine Falschaussage war.

Beim letzten Fall ging es dabei um einen Mann, dem sexuelle Belästigung vorgeworfen wurde. Er bekannte sich schuldig. Während der Verhandlung wurde über die Tat und die daraus folgenden Konsequenzen gesprochen. Dabei wurde ein Tagessatz von 4€ über 100 Tage genannt. Zusätzlich musste der Mann 500 Euro Schmerzensgeld bezahlen.

Fazit

Insgesamt war der Besuch im Bezirksgericht Bregenz für unsere Vierergruppe eine interessante und lehrreiche Erfahrung. Besonders spannend fanden wir, dass wir echte Gerichtsverhandlungen miterleben konnten, anstatt nur im Unterricht über das Rechtssystem zu sprechen. In Wirklichkeit gibt es aber auch viele Unterbrechungen, fehlende Zeugen und Fälle, bei denen nicht sofort eine Entscheidung getroffen werden kann.

Durch diesen Ausflug haben wir besser verstanden, wie wichtig Beweise, Zeugenaussagen und die Arbeit des Richters sind. Außerdem haben wir gelernt, dass jeder Angeklagte die Möglichkeit bekommt, seine Sicht der Dinge zu erklären, bevor eine Entscheidung getroffen wird.